Ich möchte Dir nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber es gibt dabei einiges zu bedenken. Als Einstieg kannst Du Dir mal diese beiden Threads anschauen:
Homepage designen?
Wie verdient ihr Geld? (An die jüngeren^^)
Wenn Du ein Gewerbe anmeldest bzw. eine Homepage zu gewerblichen Zwecken betreibst (im weitesten Sinne reichen dafür schon google-Ads oder Bannerwerbung) drohen recht viele Fallstricke gerade im Wettbewerbsrecht. Da wird gerne mal mit Abmahnungen im 4-stelligen Euro-Bereich operiert:
http://www.rettet-das-internet.de/beispiele.htm
http://www.stern.de/computer-technik/internet/?id=513174
Grundsätzlich kann Dich das auch als "Privatmann" treffen, aber bei "gewerblichen" gibts halt noch strengere Regeln (
z.B. UWG).
Wegen der steuerlichen Seite musst Du einen Steuerberater konsultieren, in Deutschland darf Dich sonst niemand beraten. Vielleicht hilft das hier aber schonmal weiter:
http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html
Ansonsten hab ich noch folgende Links zu bieten:
http://www.existenzgruender.de/
http://www.kleingewerbe.com/
http://www.gewerbe-anmelden.info/
Mit dem Künstler ist das so eine Sache, ich weiß zum einen nicht, ob Webdesigner überhaupt unter Kunst fallen können, und selbst wenn stellt sich die Frage, ob der zuständige Sachbearbeiter beim Finanzamt das auch so sieht.
Ohne jetzt Deine Kenntnisse und Fertigkeiten abwerten zu wollen, aber nicht jede Webseite die einigermaßen sauber daherkommt würde ich gleich als Kunst bezeichnen. Ich lege da einen etwas anderen Maßstab an, der am ehesten mit dem Begriff
Schöpfungshöhe verbunden ist. So gesehen müsstest Du das mit dem Künstler vielleicht vorher klären.
Noch ein paar allgemeine Tipps:
Für professionelle Auftraggeber ist Zuverlässigkeit mit am wichtigsten. Niemand hat etwas von einer tollen Webseite zum 50. Firmenjubiläum, die erst 1 Jahr später fertig ist.
Bei größeren Projekten verschätzt man sich sehr schnell, was den Aufwand angeht. Andrerseits wollen viele Firmen einen Festpreis genannt haben. Kalkulation bzw. "unternehmerisches Risiko" ist Dein Problem. Kalkulierst Du "zu tief", arbeitest Du vielleicht für 1 Euro die Stunde, bei "zu hoch" kriegst Du den Auftrag evtl. nicht.
Für die Erstellung von ganzen Webpräsenzen musst Du meistens mehrere Dinge beherrschen (Grafik/Design, Layout, gutes Deutsch, HTML/CSS/PHP...). Oft will auch der Auftraggeber die Seite danach selber pflegen und verlangt deshalb ein bestimmtes CMS. Auch in dieser Ecke brauchst Du dann Kenntnisse.
Darüberhinaus musst Du in der Lage sein, Dich auf verschiedene Kunden und deren Bedürfnisse einzustellen. Eine Metzgerei möchte sicherlich nicht diesselben Internetseiten wie der örtliche Versicherungsmakler oder wie die Clanpage vom CS-Clan nebenan.
Mein Tipp: Konzentrier Dich auf die Schule, nutze die Zeit, die Du daneben noch hast um Dein Hobby Webdesign zu pflegen und Dich möglichst in der Breite weiterzubilden.
Nach dem Schulabschluss kannst Du dann entscheiden, ob Du Dich selbstständig machen willst, oder eine entsprechende oder verwandte Ausbildung oder Studium anstrebst (wobei ich diesen Weg gegenüber dem "Selbstständigmachen" eindeutig favorisiere). Auch eine kaufmännische Ausbildung ist dabei für ein späteres eigenes Geschäft von großem Vorteil.
So, das wars mal fürs erste. Falls mir nochwas einfällt, leg ich nochmal nach.