Hallo!
Hier umfassende Infos zur Bildverkleinerung, es gibt diverse Parameter, an denen man drehen kann:
1. Bild beschneiden: Ungewollte Ränder entfernen
2. Skalieren: Reduzierung der Pixel hoch/quer, also z.B. von 3000x2000 auf 600x400. Das heißt, Pixel werden zusammengefaßt. Hier sollte man gute Skalieralgorithmen verwenden, um möglichst wenige Details zu verlieren. Manches Motiv behält etwas bessere Qualität, wenn man in mehreren Stufen auf die gewünschte Endgröße runterskaliert. Skalieren macht das Bild unschärfer, weshalb nach jedem Skalierschritt nachgeschärft werden muß.
3. JPEG-Qualitätsfaktor beim Speichern einstellen, 100% ist beste Qualität. Ich empfehle jedem, mal zu testen, bei welcher Qualitätsstufe beim Speichern das eigene EBV-Programm nahezu identisch gleich große Bilddateien produziert wie die DigiCam. Es wird kaum die 97% übersteigen! Jedes spätere Speichern des Bildes sollte niemals mit höherer Qualität erfolgen als mit diesem ermittelten Wert, denn es bringt keinerlei Qualitätsvorteil, sondern bläht nur die Datei mit nutzloser Info auf. Dieser Test ist natürlich nur aussagekräftig mit einem Originalbild von der Digicam! Bis etwa 80% Qualität sieht man mit bloßem Auge keine Verluste im Bild. Es kann aber selten bei speziellen Motiven doch mal erkennbar sein - also genau hinseheh. Bei 86% sind solche Motive i.d.R. dann auch ok. Bei 90% gibts praktisch nie Probleme. 90% reduziert z.B. ein 6 MB-Bild auf etwa 1 bis 1,5 MB.
4. Metadaten aus der Bilddatei werfen: Beim Speichern die EXIF-Daten rauswerfen. Gegebenenfalls auch die IPTC-Daten. EXIF-Daten fügt die DigiCam dem Bild selbst hinzu, sie enthalten vor allem Aufnahmeparameter der Kamera. IPTC-Daten gelangen nur in die Bilddatei, wenn man sie selbst per Software hinzufügt. EXIF-Daten können schon mal einige Dutzend KB ausmachen. Falls unklar ist, wie man diese Daten entfernen kann, einfach in ein verlustfreies Format wandeln, welches keine Metadaten enthalten kann, z.B. PNG und dann wieder zurück in JPEG - und weg sind sie.
5. Schärfen verhindert, daß das Bild effektiv komprimiert werden kann, da sich durch die Kontrasterhöhung nicht mehr so viele Pixel zusammenfassen lassen.
6. Entrauschen: Rauschen im Bild verhindert ebenfalls effektives Komprimieren. Gleichfarbige Flächen, z.B. Himmel, sollte man evtl. sogar weichzeichnen.
7. Was für Spezialisten, das chromatische Subsampling bzw. JPEG Farbkomprimierung: Ein Parameter beim Speichern von JPEG-Dateien, welcher effizientere Farbkomprimierung erlaubt. Vorteil: ca. 15% bis 35% kleinere Dateien je nach Art des Subsamplings, zusätzlich zu obigen Punkten 1. bis 6.
Nachteil: Farben können bei der Darstellung am Bildschirm solcherart komprimierter Bilder etwas verändert wirken, vor allem bei Rottönen kann es auffallen. Dies läßt sich aber umgehen, indem vor dem Speichern mit eingeschaltetem chomatischen Subsampling die Farbsättigung des Bildes um ca. 10% erhöht wird. Den richtigen Wert sollte man jeweils bei sich austesten, er ist dann aber für alle Bilder gleich. Dieser Trick kompensiert aber nicht die 15% Bildverkleinerung, die erreicht man trotzdem.
Wer Grundlagen dazu möchte, hab was dazu verfaßt unter
http://www.mitfixfoto.vorndabei.de/ff-ei...bedien.htm#F211
(etwas runterscrollen, da das Kapitel eine alphabetische Liste ist)
Gruß,
Ralf